Montag, 7. Dezember 2020

Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit steigt, Mieterbund fordert neues Mietenmoratorium

Aufgrund der erneuten Verschärfung der Corona-Maßnahmen und dem damit einhergehenden Teil-Lockdowns steigen die Arbeitslosenzahlen in Deutschland weiter. Die Arbeitslosenzahlen stiegen von Ende 2019 bis Ende August 2020 um rund 689.000 Personen. Die Zahl der Arbeitnehmer in Kurzarbeit betrug Ende August 4,6 Millionen. Daher fürchten laut aktuellen Umfragen mehr als ein Viertel der Deutschen in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. 28 Prozent der Befragten sind unsicher, ob sie in den kommenden zwölf Monaten ihre laufenden Verbindlichkeiten wie Miete, Kredite und Versicherungsbeiträge bezahlen können.

Daher fordert der Deutsche Mieterbund nunmehr, dass die im Juni 2020 ausgelaufenen Regelungen zum sogenannten Mietenmoratorium nunmehr um weitere sechs Monate verlängert werden. Dies sei notwendig, um Mieterinnen und Mieter vor dem Verlust der Wohnung zu schützen. Unterstützt wird diese Forderung vom Deutschen Gewerkschaftsbund sowie der SPD. Die Grünen fordern daneben eine Entlastung der Vermieter. Diese sollen die Möglichkeit erhalten, Kreditlaufzeiten zu verlängern. Die Union steht einem erneuten Mietenmoratorium dagegen ablehnend gegenüber.

Haus & Grund Bayern hält ein erneutes Mietenmoratorium für überflüssig. Gerade die privaten Vermietern sind ihren Mietern in den vergangenen Krisenmonaten bereits erheblich entgegengekommen und haben Stundungsvereinbarungen geschlossen und Mietschulden sogar teilweise erlassen.